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Information zur Waldpflege im Bleiswald

20.03.2020


Waldpflege fördert die Artenvielfalt
Baumbestand durchforsten und alte Habitat-Bäume begünstigen
Fichten und Lärchen sind in den letzten Jahrzehnten zu einem geschlossenen Wald hochgewachsen und stehen untereinander in Konkurrenz. Durch eine selektive Auswahl werden die stabilen und wertvollen Bäume begünstigt. So kann dieser Wald als Ganzes aber auch jeder Baum einzeln sich weiterentwickeln. Die grossen und alten Buchen werden freigestellt, bleiben uns erhalten und geben dem Wald einen ganz speziellen Charakter. Ein eintöniger Wald, hauptsächlich aus einer Baumart bestehend, kann durch einen gezielten Eingriff sinnvoll aufgewertet werden. Durch das Fällen einzelner Bäume gelangt mehr Licht auf den Boden. Dank dem Licht entwickeln sich Sträucher und Blütenpflanzen, die Nahrung für Insekten, Vögel und Kleinsäuger bieten. Konkurrenzschwächere Baum- und Straucharten können sich entfalten.

Moderne Maschinen im Einsatz für die Natur
Moderne Forstmaschinen und Biodiversität ist kein Wiederspruch. Zeitgemässe Forstmaschinen können gezielt eingesetzt werden. Durch die grosse Leistung ist die Störung sehr kurz und der Eingriff rasch ausgeführt. Mit dem Vollernter kann der Baum sorgfältig gefällt werden, was den bleibenden Bestand schont. Wussten Sie, dass die grossen Forstmaschinen mit den sehr breiten Reifen wenig Bodendruck verursachen?

Im Totholz ist Leben drin, Holz ist Rohstoff

Alte Bäume, Baumstrünke, Asthaufen und totes Holz sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald. Totholz ist die Lebensgrundlage tausender Arten von Tieren, höheren Pflanzen, Pilzen, Moosen und Flechten. Etwa ein Fünftel der Tiere und Pflanzen des Waldes sind auf Totholz als Lebensraum und Nahrungsquelle angewiesen. Aus diesem Grund lassen wir dürre Bäume stehen und ein Anteil an Äste und Holz bleibt im Wald liegen.
Wald und Holz sind bedeutende CO2-Speicher: Das CO2 wird von den Bäumen in grossen Mengen im Holz gebunden und in dieser Form dem Wald entnommen, verarbeitet und z. T. über Jahrhunderte gespeichert. Überall wo Holz verwendet wird, kann eine andere (CO2-intensivere) Ressource gespart werden, etwa Beton/Stahl im Bau oder Erdöl/Erdgas bei der Wärmegewinnung.

Bei Fragen und Anregungen können Sie uns gerne kontaktieren:
Forstbetrieb der Gemeinde Tamins, Mattiu Cathomen, Revierförster (cathomen@tamins.ch).

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