Etwas zur Geschichte
Wie alt Tamins ist, wissen wir natürlich nicht. Gräberfunde lassen darauf schliessen, dass sich schon zur Eisenzeit (500 vor Christus) Menschen hier aufgehalten haben. Das Grab eines allemannischen Kriegers zeugt davon, dass man sich auch im 5./6. Jahrhundert hier aufgehalten hat. Natürlich waren auch die Römer hier. Grabfunde westlich des Dorfes und Münzenfunde auf dem Kunkelspass zeugen davon.
Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich im Jahre 1399 nachweisen. Aus früheren Zeiten sind allerdings wenig Daten verfügbar. Unser Dorf wurde von schweren Feuersbrünsten heimgesucht, so in den Jahren 1616, 1631 und 1799 (Franzoseneinfall). Der letzte grosse Brand ereignete sich am 19. September 1905.
Reichenau hat eine wesentliche Rolle in der Bündner Geschichte gespielt. Die Brücken über den vereinigten Rhein und den Vorderrhein bildeten bis in die Neuzeit den einzigen Flussübergang auf der wichtigen Nord-Süd-Achse. Aber Halt, öffnen Sie doch selber das Tor zum Schloss und "lauschen" Sie den spannenden Ausführungen des Schlossgeist!
Natur pur
Unser Gemeindegebiet weist eine beinahe unerschöpfliche Vielfalt von Naturschönheiten auf. Der einzigartige Taminser Eichwald, die angrenzenden Magerwiesen und Trocken-standorte sind von nationaler Bedeutung. Das Naturschutzgebiet Rattena ist geprägt von artenreichen Hecken, alten markanten Laubbäumen, Trockenmauern, Reptilienstandorten,
Weihern und dem Valtonisbach. Die angrenzenden Waldgebiete weisen ebenfalls eine eindrückliche Artenvielfalt auf. Über 20 verschiedene Laubbaumarten sind hier anzu-treffen, darunter auch einige „exotische“ wie Flaumeiche und Kastanie. Alle diese Gebiete sind im Sonderwaldreservat Eichwald integriert. Ein attraktiver Naturlehrpfad hilft dem Besucher, die Schönheiten und Zusammenhänge dieser einmaligen Landschaft näher zur bringen.